Liebe Leserinnen und Leser,
man möge mir einmal mehr verzeihen, dass ich ein wenig schreibfaul gewesen bin, in den letzten Wochen. Leider war sowohl der Job ein wenig stressig als auch meine Gesundheit etwas angeschlagen, so dass ich nur sehr wenig Möglichkeiten hatte, auf der Baustelle vorbei zu schauen.
Nun möchte ich euch natürlich nicht weiter auf die Folter spannen und die letzten Wochen im Zeitraffer kurz zusammenfassen.
Ja, es existieren Innenaufnahmen des Hauses und ich möchte sie euch natürlich nicht vorenthalten. Offen gestanden hatte ich ein wenig Angst, dass mir das Haus gar nicht mehr gefällt, bevor ich den ersten Fuß hinein gesetzt habe. Schließlich liegt die Besichtigung des Musterhauses inzwischen gute 4 Jahre zurück. Die Angst war jedoch vollkommen unbegründet. Das Haus gefällt mir von der Raumaufteilung her noch immer genau so gut, wie am Besichtigungstag im November 2010.
Inzwischen sieht es natürlich auch in den Räumlichkeiten vermutlich schon wieder ganz anders aus. Die Kabel und Rohre wurden verlegt, das Silo mit dem Fließ-Estrich steht im Garten, die Decken und Wände sind oder werden in den nächsten Tagen verputzt ... Aber wir werden sicher in den nächsten Tagen - neugierig, wie ich bin - noch einmal "rein" schauen. Außerdem benötigen wir ja langsam auch mal die Aufmaße für unsere neuen Möbel. Ich befinde mich zwar gerade nicht in der Laune durch Möbelhäuser zu streifen, aber wenn wir nicht auf Bananenkisten sitzen möchten, dann sollten wir wirklich langsam mal loslegen.
Äußerlich hat sich das Haus selbstverständlich auch schon wieder reichlich verändert, davon habe ich allerdings derzeit keine aktuellen Fotos. Vielleicht schaffe ich es heute vorbei zu schauen und noch welche nachzureichen. Im Augenblick müsst ihr euch mit Bildern begnügen, die schon ein paar Tage alt sind.
In diesem Sinne allen einen schönen Freitag.
Und hier noch die versprochenen Bilder von heute:
Es wird farbig.
Baublog über den Neubau unseres Vista-Reihenhauses 2014 mitten im Herzen des Ruhrgebiets. Seid dabei und begleitet uns mit diesem Reihenhausblog auf unserem Weg zum Ziel.
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Freitag, 17. Oktober 2014
Mittwoch, 3. September 2014
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
Inzwischen sind auch die Fenster eingesetzt und auch die Terrassentür ist eingebaut. Nun warte ich -ungeduldig, wie ich nunmal bin - auf meine Dachfenster und natürlich auf die Eindeckung.
Auch der L-Block rechts neben uns wurde damit noch nicht ausgestattet.
Momentan wird der L-Block links neben uns hochgezogen und am N-Block, der bereits seit längerer Zeit Dach und Dachfenster besitzt, wird an der Fassade gearbeitet.
Was mir zu meinem Glück fehlt wäre so etwas wie ein Bauzeitenplan.
Auch der L-Block rechts neben uns wurde damit noch nicht ausgestattet.
Momentan wird der L-Block links neben uns hochgezogen und am N-Block, der bereits seit längerer Zeit Dach und Dachfenster besitzt, wird an der Fassade gearbeitet.
Was mir zu meinem Glück fehlt wäre so etwas wie ein Bauzeitenplan.
Freitag, 1. August 2014
Der Countdown läuft - noch 152 Tage
Im Augenblick finde ich das Geschehen auf der Baustelle sehr interessant, auch wenn es über MEIN zukünftiges Haus noch immer nichts zu berichten gibt. Unser Block steht ganz offensichtlich an vorletzter Stelle auf dem Bauplan, denn scheinbar arbeitet man sich von außen nach innen vor.
Heute konnte man bereits sehen, dass die Einschalung für die Bodenplatten des Blocks rechts neben unserem vorgenommen wird.
Links daneben unser Fleckchen Erde ...
Und erst, wenn man viel weiter nach links blickt, wird es richtig interessant:
Aber auch für mich gibt es Hoffnung - zumindest, wenn man dem Horoskop der örtlichen Klatschpresse Glauben schenken darf. In meinem steht namlich für August und September folgendes:
In diesem Sinne allen einen schönen Freitag.
Heute konnte man bereits sehen, dass die Einschalung für die Bodenplatten des Blocks rechts neben unserem vorgenommen wird.
Links daneben unser Fleckchen Erde ...
Und erst, wenn man viel weiter nach links blickt, wird es richtig interessant:
Aber auch für mich gibt es Hoffnung - zumindest, wenn man dem Horoskop der örtlichen Klatschpresse Glauben schenken darf. In meinem steht namlich für August und September folgendes:
In diesem Sinne allen einen schönen Freitag.
Sonntag, 27. Juli 2014
Der Countdown läuft - noch 157 Tage
Ein Haus zu bauen ist der Versuch mit Problemen fertig zu werden, von denen man zuvor noch nie gehört hat.
So habe ich mit vielen Unstimmigkeiten gerechnet, als ich am 03. Juni 2013 unser zukünftiges Haus reserviert und im November 2013 den Kaufvertrag unterschrieben habe. Womit ich nicht rechnete, war diese Geduldsprobe und die vielen mündlichen Versprechen, bei denen es letztlich auch blieb. Im Immobilienscout stand damals noch "bezugsfertig: Dezember 2014" - mündlich wurde gesagt: "wir sind aber ganz sicher viel früher fertig". Wir verkauften also unser Haus im August 2013 und vereinbarten mit den Käufern, dass wir spätestens am 31.Dezember 2014 ausziehen werden - mündlich sagten wir natürlich: "mit viel Glück sind wir schon früher raus".
Als wir Anfang November 2013 den Kaufvertrag für das neue Haus übersandt bekamen, stand darin plötzlich "Fertigstellung März 2015" - mündlich sagte man uns: "das ist nur zur Sicherheit, falls die Einzelbaugenehmigung der Stadt erneut so lange benötigt, wie die Vorbaugenehmigung" und "keine Sorge, wir sind ganz sicher rechtzeitig zum 31. Dezember 2014 fertig". Die Baugenehmigung wurde im Dezember 2013 ausgestellt und dennoch ist an einen Einzug bis Dezember 2014 eher nicht mehr zu denken. Trotzdem versuchte man uns immer wieder zu beruhigen mit Versprechen wie "wir liegen sehr gut im Zeitplan" oder auch "ich habe den Bauleiter angewiesen, dass Ihr Haus zuerst fertig wird". Vermutlich Standardversprechen, die jeder Erwerber zu hören bekam, der sich über die lange Wartezeit mokiert hat.
Eins der Häuser des Blocks, bei dem ich gestern sehen konnte, dass bereits Einschalungen für die Bodenplatten vorgenommen werden, ist erst im Juni dieses Jahres verkauft worden. Die Letzten werden in unserem Fall also die Ersten sein. Seltsamerweise bin ich nicht verärgert. Ich bin enttäuscht und ich bin traurig. Ein wenig wütend bin ich lediglich auf mich selbst, weil ich den Vertrag unterschrieben habe, statt das andere Haus zu kaufen, das ich noch im Oktober besichtigt habe, weil der Rohbau bereits stand. Es wäre zwar ein wenig teurer gewesen, aber das ist dieses Haus durch die Bereitstellungszinsen inzwischen auch geworden. Aber ich hätte mir so einige Erfahrungen erspart und wäre mit Freude eingezogen. Denn das ist etwas, was ich rein gar nicht mehr verspüre - Freude auf das Haus.
Der Bauträger hat seit dem 05. Juni 2014 nichts mehr von sich Hören oder Sehen lassen. Ich warte immer noch auf die "Wasserrechtliche Erlaubnis" und einen Gutschein, beides fehlte in unserer Erwerbermappe. Andererseits benötige ich diese Dinge ja auch noch lange nicht ...
Nachfolgend noch ein paar Fotos vom gestrigen Besuch auf der Baustelle.
So habe ich mit vielen Unstimmigkeiten gerechnet, als ich am 03. Juni 2013 unser zukünftiges Haus reserviert und im November 2013 den Kaufvertrag unterschrieben habe. Womit ich nicht rechnete, war diese Geduldsprobe und die vielen mündlichen Versprechen, bei denen es letztlich auch blieb. Im Immobilienscout stand damals noch "bezugsfertig: Dezember 2014" - mündlich wurde gesagt: "wir sind aber ganz sicher viel früher fertig". Wir verkauften also unser Haus im August 2013 und vereinbarten mit den Käufern, dass wir spätestens am 31.Dezember 2014 ausziehen werden - mündlich sagten wir natürlich: "mit viel Glück sind wir schon früher raus".
Als wir Anfang November 2013 den Kaufvertrag für das neue Haus übersandt bekamen, stand darin plötzlich "Fertigstellung März 2015" - mündlich sagte man uns: "das ist nur zur Sicherheit, falls die Einzelbaugenehmigung der Stadt erneut so lange benötigt, wie die Vorbaugenehmigung" und "keine Sorge, wir sind ganz sicher rechtzeitig zum 31. Dezember 2014 fertig". Die Baugenehmigung wurde im Dezember 2013 ausgestellt und dennoch ist an einen Einzug bis Dezember 2014 eher nicht mehr zu denken. Trotzdem versuchte man uns immer wieder zu beruhigen mit Versprechen wie "wir liegen sehr gut im Zeitplan" oder auch "ich habe den Bauleiter angewiesen, dass Ihr Haus zuerst fertig wird". Vermutlich Standardversprechen, die jeder Erwerber zu hören bekam, der sich über die lange Wartezeit mokiert hat.
Eins der Häuser des Blocks, bei dem ich gestern sehen konnte, dass bereits Einschalungen für die Bodenplatten vorgenommen werden, ist erst im Juni dieses Jahres verkauft worden. Die Letzten werden in unserem Fall also die Ersten sein. Seltsamerweise bin ich nicht verärgert. Ich bin enttäuscht und ich bin traurig. Ein wenig wütend bin ich lediglich auf mich selbst, weil ich den Vertrag unterschrieben habe, statt das andere Haus zu kaufen, das ich noch im Oktober besichtigt habe, weil der Rohbau bereits stand. Es wäre zwar ein wenig teurer gewesen, aber das ist dieses Haus durch die Bereitstellungszinsen inzwischen auch geworden. Aber ich hätte mir so einige Erfahrungen erspart und wäre mit Freude eingezogen. Denn das ist etwas, was ich rein gar nicht mehr verspüre - Freude auf das Haus.
Der Bauträger hat seit dem 05. Juni 2014 nichts mehr von sich Hören oder Sehen lassen. Ich warte immer noch auf die "Wasserrechtliche Erlaubnis" und einen Gutschein, beides fehlte in unserer Erwerbermappe. Andererseits benötige ich diese Dinge ja auch noch lange nicht ...
Nachfolgend noch ein paar Fotos vom gestrigen Besuch auf der Baustelle.
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| Unser Bauplatz sieht derzeit so aus. |
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| Ob dieser Container unser Haus wird? |
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| Die Blöcke links neben unserem. |
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| Nochmals aus der Nähe. |
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| Für die Bodenplatte des ersten Hausblocks wurde bereits eingeschalt. |
![]() |
| Nochmals aus der Nähe. |
Samstag, 14. Juni 2014
Ey Alder, isch weiß, wo mein Haus wohnt.
Nachdem mir gestern der liebenswerteste Buschfunk aller Zeiten mitgeteilt hat, dass viel Action auf der Baustelle zu verzeichnen ist, konnte ich heute natürlich nicht widerstehen.
Die Bodenplatten werden vorbereitet und ich kann nun endlich sehen, an welcher Stelle unser zukünftiges Haus stehen wird. Nämlich hier:
Zumindest hoffe ich, dass dies unsere Bodenplatte wird, denn wenn ich mich nicht verzählt habe, dann sind dort bisher nur vier von vorgesehenen fünf Flächen vorbereitet. Rechts neben uns liegt noch ein Erdhügel neben dem anderen.
Da ich weiss, dass meine zukünftige Nachbarin auch immer mal auf diesen Blog schaut, für sie auch ein Foto ihres Bauplatzes:
Und nun noch ein paar allgemeine Fotos vom Baufeld
Die Bodenplatten werden vorbereitet und ich kann nun endlich sehen, an welcher Stelle unser zukünftiges Haus stehen wird. Nämlich hier:
Da ich weiss, dass meine zukünftige Nachbarin auch immer mal auf diesen Blog schaut, für sie auch ein Foto ihres Bauplatzes:
Dienstag, 3. Juni 2014
Von all den Befürchtungen, die man hegt, treffen zum Glück nur die schlimmsten ein
Der Besuch auf der Baustelle war heute mal wieder mehr als
ernüchternd. Seit dem letzten Kurztrip ist absolut nichts passiert. Der Bagger
ruht in derselben Position wie am Mittwoch letzter Woche und Arbeiter waren
auch weit und breit nicht zu sehen – auch das war bereits letzte Woche der
Fall, als mein Mann die Baustelle aufsuchte.
Ein Anruf in der Hauptstelle des Bauträgers brachte auch nur
den Hinweis, dass Erdhügel bewegt werden. Mir stellt sich augenblicklich die
Frage, ob sie täglich von links nach rechts und wieder zurück befördert werden
und wir grundsätzlich dann zur Baustelle fahren, wenn sie wieder an dem Platz
angelangt sind, an dem sie beim letzten Besuch gelegen haben.
Außerdem riet man uns den Herrn Bauleiter anzurufen, denn er
könne uns mehr dazu sagen. Leider hat so ein Bauleiter die Angewohnheit nicht
den ganzen Tag im Büro zu sitzen, sondern sich auf allen Baustellen der Welt
aufzuhalten, auf denen durch das Unternehmen gebaut wird. Und eine Handynummer
steht NATÜRLICH nicht auf dem von mir im letzten Beitrag erwähnten Schreiben.
Dass dieser Mann, den ich noch gar nicht kenne und der mich
noch nicht kennt, schon jetzt keine guten Karten hat, ist vermutlich selbst
erklärend. Zum einen, wegen des bereits erwähnten Satzes auf der zweiten Seite
des Schreibens von Freitag, zum anderen wegen der guten Erreichbarkeit und
natürlich wegen sämtlicher Verzögerungen der letzten Monate.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir einen der beiden Termine
wahrnehmen werden (falls wir uns jemals wagen eine Bestätigung für einen dieser Termine abzuschicken), denn ich fürchte, dass der Herr all unseren aufgestauten
Frust ertragen muss. Oder aber er schafft es mit wenigen Worten das Fass zum
Überlaufen zu bringen und dieses Gespräch endet in einem Desaster. Will ich
das? Die Antwort bleibe ich euch heute schuldig.
Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst
macht, nachdem man sie gebraucht hätte.
Freitag, 23. Mai 2014
Baustopp noch vor dem Bau?
Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
Das letzte Mal auf der Baustelle war ich am 17.05.2014.
Samstag.
Den Blog aktualisiert habe ich jedoch erst am Dienstag, den
20.05.2014, da ich wie bereits erwähnt, erst einmal gerätselt habe, was denn
wohl dort überhaupt gemacht wird. Zu einem Ergebnis bin ich ja bekanntlich
nicht gekommen, aber das liegt – so dachte ich zumindest - daran, dass ich ein
absoluter Laie bin. Und außerdem muss nicht alles falsch sein, was ich nicht verstehe.
Gestern habe ich dann voller Vorfreude einen kurzen
Abstecher zur Baustelle gemacht. Schon vom Parkplatz des Supermarkts aus fiel
mir alles aus dem Gesicht. Der Bagger stand noch an derselben Stelle, in derselben
Position, zwischen denselben Bergen, auf demselben Schotterhaufen. Ganz
offensichtlich ist in dieser Woche absolut nichts auf dem Baufeld gemacht
worden. Um nicht gleich wie das bekannte HB-Männchen in die Luft zu gehen, habe
ich noch mit einer Anwohnerin Rücksprache gehalten – und richtig. Die Baustelle
ist seit Montag mal wieder verwaist. Vermutlich gab es die Anweisung, den
Bagger sicherheitshalber stehen zu lassen, damit die neuen Käufer – explizit ICH
– keinen Aufstand anzetteln.
Dan Millman sagte einst: Frage dich in jeder schwierigen
Situation: „Was würde der stärkste, mutigste, liebevollste Teil meiner
Persönlichkeit jetzt tun?“ Und dann tue es. Tue es richtig. Und zwar sofort.
Ich fürchte, der liebevollste Teil hat sich gestern
Nachmittag vor den anderen beiden versteckt. Aus gutem Grund, wie ich finde.
Denn das übrig gebliebene Duo plant Dinge, von denen ich zuvor niemals geglaubt
habe, dass ich sie auch nur denken könnte.
Nächste Woche erwartet uns ein weiterer „Brückentag“. Sehr
erbauend. Ich fürchte nämlich, dass man diese Tatsache gleich weiter nutzt um
der Baustelle fernbleiben zu dürfen.
Schade eigentlich, dass der Bauträger nicht wenigstens eine
kurze E-mail an die Kunden schicken kann, aus der hervor geht, warum der Bagger
nur noch zur Zierde (oder Beruhigung der Käufer) herumsteht. Andererseits hätte
er dann vermutlich SO viel zu tun, dass keine Zeit mehr für Bauarbeiten wäre …
"Und ich habe mich so gefreut!" sagst du vorwurfsvoll, wenn
dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts?
![]() |
| Diese Ähnlichkeit finde ich verblüffend. |
In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende.
Dienstag, 20. Mai 2014
Was ist das da, unter dem Bagger?
Seit zwei Wochen beobachte ich nun schon in unregelmäßigen Abständen das Geschehen auf dem Baufeld.
DASS etwas geschieht, habe ich hier ja schon einige Male dokumentiert und auch in diversen Beweisfotos festgehalten. Augenblicklich ist es jedoch etwas ruhiger um diesen Blog geworden, wie Ihr sicherlich bemerkt habt. Dies liegt allerdings nicht daran, dass ich keine Zeit oder Lust habe zu schreiben, sondern daran, dass zwar etwas geschieht, ich aber absolut nicht weiß WAS.
Der Streifen, auf dem ICH vermuten würde, dass dort irgendwann einmal die Häuser stehen würden, ist noch immer voller Erdhaufen – riesiger Erdhaufen. Ich habe die ganzen Tage darauf gewartet, dass sie irgendwann einmal kleiner werden oder gar verschwinden, aber das geschah bisher noch nicht. Im Gegenteil.
Ein wenig wirken sie wie eine Schallschutzwand an der Autobahn. Vielleicht liegen sie tatsächlich noch dort, damit sich niemand der Anwohner (deren Häuser übrigens auch irgendwann einmal mit Baulärm gebaut wurden) durch Baulärm gestört fühlen kann. Man weiß es nicht. Wobei … man weiß es vermutlich schon, nur ICH eben nicht.
Der Streifen, auf dem ICH vermuten würde, dass sich dort irgendwann einmal mein Garten befindet, wurde in den letzten vierzehn Tagen mit Schotter aufgeschüttet und befestigt. Sieht seltsam aus. Entweder ich hatte bei der Musterhausbesichtigung einen ziemlichen Knick in der Optik und habe den Vertrag für eine Hundehütte unterschrieben, oder aber ich habe JETZT einen Knick in der Optik, und die Fläche ist größer, als sie mir erscheint.
In 12 Arbeitstagen ist der Mai schon wieder um. Und von den 8 vorhandenen Monaten bis zu unserem Zwangsauszug aus dem derzeitigen Heim, sind plötzlich nur noch 7 übrig. Ich würde wirklich gerne glauben, dass alles passt, wackelt und Luft hat, aber …
Ich bete jeden Tag, dass das Gebilde auf der Baustelle nicht nur eine Baustraße ist.
DASS etwas geschieht, habe ich hier ja schon einige Male dokumentiert und auch in diversen Beweisfotos festgehalten. Augenblicklich ist es jedoch etwas ruhiger um diesen Blog geworden, wie Ihr sicherlich bemerkt habt. Dies liegt allerdings nicht daran, dass ich keine Zeit oder Lust habe zu schreiben, sondern daran, dass zwar etwas geschieht, ich aber absolut nicht weiß WAS.
Der Streifen, auf dem ICH vermuten würde, dass dort irgendwann einmal die Häuser stehen würden, ist noch immer voller Erdhaufen – riesiger Erdhaufen. Ich habe die ganzen Tage darauf gewartet, dass sie irgendwann einmal kleiner werden oder gar verschwinden, aber das geschah bisher noch nicht. Im Gegenteil.
Ein wenig wirken sie wie eine Schallschutzwand an der Autobahn. Vielleicht liegen sie tatsächlich noch dort, damit sich niemand der Anwohner (deren Häuser übrigens auch irgendwann einmal mit Baulärm gebaut wurden) durch Baulärm gestört fühlen kann. Man weiß es nicht. Wobei … man weiß es vermutlich schon, nur ICH eben nicht.
Der Streifen, auf dem ICH vermuten würde, dass sich dort irgendwann einmal mein Garten befindet, wurde in den letzten vierzehn Tagen mit Schotter aufgeschüttet und befestigt. Sieht seltsam aus. Entweder ich hatte bei der Musterhausbesichtigung einen ziemlichen Knick in der Optik und habe den Vertrag für eine Hundehütte unterschrieben, oder aber ich habe JETZT einen Knick in der Optik, und die Fläche ist größer, als sie mir erscheint.
In 12 Arbeitstagen ist der Mai schon wieder um. Und von den 8 vorhandenen Monaten bis zu unserem Zwangsauszug aus dem derzeitigen Heim, sind plötzlich nur noch 7 übrig. Ich würde wirklich gerne glauben, dass alles passt, wackelt und Luft hat, aber …
Ich bete jeden Tag, dass das Gebilde auf der Baustelle nicht nur eine Baustraße ist.
Samstag, 10. Mai 2014
Der Samstag ist ein Werktag
Ja, auch heute wird auf der Baustelle gebaggert.
Mir ist es fast schon peinlich, dass ich immer an der Baustelle ankomme, wenn der Fahrer des Baggers in seinem Auto sitzt.
Ein wenig komme ich mir vor, wie Heidi auf der Alm, bei so vielen Bergen.
Und der Bagger steht mit laufendem Motor im Tal.
Aber was ist das Teil unter seiner Schaufel???
Doch wohl nicht die besagte Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg?
Puh. Glück gehabt. Es ist ein Gulli.
Ich hoffe, es ist so gewollt, dass das Teil unter der Schaufel liegt.
Tja. Und so schaut unser Bereich zur Zeit aus. Wir haben schon einen schmucken Teich im Garten.
Mir ist es fast schon peinlich, dass ich immer an der Baustelle ankomme, wenn der Fahrer des Baggers in seinem Auto sitzt.
Ein wenig komme ich mir vor, wie Heidi auf der Alm, bei so vielen Bergen.
Und der Bagger steht mit laufendem Motor im Tal.
Aber was ist das Teil unter seiner Schaufel???
Doch wohl nicht die besagte Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg?
Puh. Glück gehabt. Es ist ein Gulli.
Ich hoffe, es ist so gewollt, dass das Teil unter der Schaufel liegt.
Tja. Und so schaut unser Bereich zur Zeit aus. Wir haben schon einen schmucken Teich im Garten.
Mittwoch, 30. April 2014
Tanz in den Mai
Morgen ist also der 1. Mai.
Einige von euch werden sicher in dieses Datum hineintanzen. Macht man ja vielerorts so. Wenn ich das täte, dann sicher nicht elegant und lächelnd mit einem Partner im Arm, sondern vermutlich eher wie Rumpelstilzchen auf einem Bein um das Feuer herum. „Ach, wie mies, dass niemand schreibt, wo der blöde Bagger bleibt“.
Der April ist um, Leute, und nun gehöre ich – trotz anders lautender Versprechen – wieder zum Club derjenigen, die im Mai auf einen eventuellen Baubeginn hoffen. Grüßt euch, I’m back.
Familie, Freunde und Bekannte sind inzwischen fassungslos. Niemand mag so wirklich glauben, dass uns das alles tatsächlich so passiert ist. Die Käufer unseres derzeitigen Hauses haben unsere vorsichtige Anfrage von März, ob wir vielleicht einen Monat länger im Haus bleiben dürfen als vertraglich vereinbart, einfach ignoriert. Am Montag jedoch stellten sie dann auch endlich fest, dass das Baufeld einfach nur ein Feld ist auf dem nicht gebaut wird. „Ich glaub es nicht“, war ihre Anmerkung dazu.
Mal ganz im Ernst. Wer von euch Lesern kann das, was ich hier niederschreibe glauben? Ich glaube es ja noch nicht einmal selbst. Aber es IST genau so!
Ich wünschte auch, es wäre bei uns wie auf den Baustellen in Wuppertal, Krefeld, Grevenbroich, Monheim und allen anderen Orten, in denen unser Bauträger derzeit fleißig ein Haus nach dem anderen hochziehen lässt. Schließlich darf ich mir die dazugehörigen Fotos beinahe täglich ansehen. Und man kann sich sicher vorstellen, dass diese Bilder nicht gerade dazu beitragen meine Enttäuschung zu mildern.
Aber wie sagte einst Max Planck so treffend?
Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Mittwoch.
Donnerstag, 24. April 2014
Danke und gute Unterhaltung
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser meines kleinen Tagebuchs,
ich möchte mich zu allererst einfach mal bei euch bedanken. Niemals habe ich damit gerechnet, dass das Interesse an meinem Gejammer derart groß ist und täglich mehr wird. Um Freunden und Bekannten meine Klagen zu ersparen ist dieser (oder heißt es dieses?) Blog entstanden. Dass ich damit den Nerv doch so einiger anderer Bauherren treffe, freut mich natürlich sehr, lag aber gar nicht in meiner Absicht.
Nun habe ich mich entschlossen, die Kommentarfunktion für ALLE freizuschalten, es können und dürfen nun auch „Nichtblogger“ ihren Senf zu meinen Texten abgeben. Aber bitte nicht wundern, die Kommentare müssen erst freigeschaltet werden.
Seit gestern blättere ich mal wieder in dem Buch der besten Ausreden. Wir erhielten nämlich einen neuen Termin für den Baubeginn. Na, was glaubt ihr, welcher Tag könnte es sein? Richtig. Spätestens nächsten Montag soll der Bagger anrollen (er war ja schon mehrmals vor Ort, suchte aber immer wieder sein Heil in der Flucht). Ich schweige und denke mir „ja, ja“. Dass es tatsächlich in absehbarer Zeit zur Grundsteinlegung kommen könnte, wage ich nicht zu hoffen.
Gibt es eigentlich bei einem Fertighaus eine Grundsteinlegung? Bei einer solchen Zeremonie wird ja eigentlich der Stein geweiht, auf den das Bauwerk aufgebaut wird. Aber gibt es so etwas auch bei Reihenhäusern? Auf unserem Grund(-stück) liegen ja bekanntlich massig Steine, und irgendeiner davon wird sicher versehentlich unter die Bodenplatte rutschen, aber … steht ihm dann die Bezeichnung Grundstein zu?
Wohl eher nicht. Grundsteinlegungen finden meist nur bei öffentlichen Gebäuden statt. Glück für mich, denn ich wüsste auch rein gar nicht, was ich in die so genannte Zeitkapsel hinein legen sollte. Mein erstes graues Haar vielleicht, oder ein Ultraschallbild meines Magengeschwürs? Ein Zettel mit der Internetadresse dieses Blogs wäre natürlich auch eine Option – vielleicht möchte der Finder später nachlesen, was bei der Entstehung des Hauses so geschehen ist. Vielleicht lässt er das aber auch lieber.
Ich hoffe, dass ich nicht irgendwann feststelle, dass es der Stein des Anstoßes ist, der unter meinem Häuschen liegt.
In diesem Sinne, euch allen einen schönen Donnerstag.
ich möchte mich zu allererst einfach mal bei euch bedanken. Niemals habe ich damit gerechnet, dass das Interesse an meinem Gejammer derart groß ist und täglich mehr wird. Um Freunden und Bekannten meine Klagen zu ersparen ist dieser (oder heißt es dieses?) Blog entstanden. Dass ich damit den Nerv doch so einiger anderer Bauherren treffe, freut mich natürlich sehr, lag aber gar nicht in meiner Absicht.
Nun habe ich mich entschlossen, die Kommentarfunktion für ALLE freizuschalten, es können und dürfen nun auch „Nichtblogger“ ihren Senf zu meinen Texten abgeben. Aber bitte nicht wundern, die Kommentare müssen erst freigeschaltet werden.
Seit gestern blättere ich mal wieder in dem Buch der besten Ausreden. Wir erhielten nämlich einen neuen Termin für den Baubeginn. Na, was glaubt ihr, welcher Tag könnte es sein? Richtig. Spätestens nächsten Montag soll der Bagger anrollen (er war ja schon mehrmals vor Ort, suchte aber immer wieder sein Heil in der Flucht). Ich schweige und denke mir „ja, ja“. Dass es tatsächlich in absehbarer Zeit zur Grundsteinlegung kommen könnte, wage ich nicht zu hoffen.
Gibt es eigentlich bei einem Fertighaus eine Grundsteinlegung? Bei einer solchen Zeremonie wird ja eigentlich der Stein geweiht, auf den das Bauwerk aufgebaut wird. Aber gibt es so etwas auch bei Reihenhäusern? Auf unserem Grund(-stück) liegen ja bekanntlich massig Steine, und irgendeiner davon wird sicher versehentlich unter die Bodenplatte rutschen, aber … steht ihm dann die Bezeichnung Grundstein zu?
Wohl eher nicht. Grundsteinlegungen finden meist nur bei öffentlichen Gebäuden statt. Glück für mich, denn ich wüsste auch rein gar nicht, was ich in die so genannte Zeitkapsel hinein legen sollte. Mein erstes graues Haar vielleicht, oder ein Ultraschallbild meines Magengeschwürs? Ein Zettel mit der Internetadresse dieses Blogs wäre natürlich auch eine Option – vielleicht möchte der Finder später nachlesen, was bei der Entstehung des Hauses so geschehen ist. Vielleicht lässt er das aber auch lieber.
Ich hoffe, dass ich nicht irgendwann feststelle, dass es der Stein des Anstoßes ist, der unter meinem Häuschen liegt.
In diesem Sinne, euch allen einen schönen Donnerstag.
Freitag, 4. April 2014
Wolken am Himmel und sonst nichts
Resignation ist der Mangel an Alternativen.
Heute habe ich Fotos von dem Baugebiet unseres Bauträgers in einem benachbarten Ort gesehen. Dort wird fleißig gearbeitet.
Nein, auch dort steht noch kein Haus, das konnte ich auf den Bildern gut erkennen, aber ich sah zumindest Bagger und Bauarbeiter, die rege ihrem Job nachgingen. Wenn man bedenkt, dass dort der erste Spatenstich im November 2013 erfolgte und in unserem Baugebiet bereits im Mai 2010, fällt mir nicht wirklich viel dazu ein. Nun gut, bei uns wurden ja schon diverse Häuser gebaut (die Eigentümer wohnen bereits darin) - im Nachbarort wird frisch begonnen. In einem Ort weiter wurde von eben jenem Bauträger im März 2014 ein weiteres Grundstück angekauft. Ich wage gar nicht daran zu denken, dass diese Häuser vielleicht auch noch vor unseren fertig sein könnten.
Ich sehe weiterhin ständig Fotos von Kolleginnen und Kollegen, die zur gleichen Zeit (April 2013) mit der Planung ihres Eigenheims begonnen haben, wie wir. Die ersten ziehen spätestens im Juni dieses Jahres ein, die letzten im August. Natürlich freue ich mich für sie und ihre Familien, aber ich selbst werde wirklich immer niedergeschlagener.
Einige werden jetzt denken „Himmel, wie kann man so ungeduldig sein, bis zur 16. Kalenderwoche sind es doch nur noch ein paar Tage“, aber wer garantiert mir, dass dann wirklich etwas geschieht?
Es gibt nichts mehr, das ich aus- oder aufräumen könnte, nichts das ausgesondert werden müsste (was man nicht in den nächsten Monaten noch benötigt), ich kann nichts weiter in Kartons packen – ja, nicht mal die Winterkleidung, weil ich sie garantiert noch vor dem Umzug wieder benötigen werde. Ich kann aber auch nichts mehr für das neue Haus aussuchen oder gar kaufen, da ich nicht weiß wohin mit den Dingen, falls wir Ende Dezember aus dem jetzigen Haus ausziehen müssen und noch immer kein neues Haus zur Verfügung steht.
Ins Baugebiet fahre ich erst wieder am 17. April. Bis dahin müsst Ihr auf Neuigkeiten warten, die sich um die Hauptsache drehen. Lediglich über Nebensachen werde ich mich sicher zwischendurch immer mal auslassen.
Alles, was das Böse braucht, um zu triumphieren, sind genügend gute Menschen, die nichts unternehmen (Edmund Burke).
In diesem Sinne allen ein schönes und erholsames Wochendende.
Heute habe ich Fotos von dem Baugebiet unseres Bauträgers in einem benachbarten Ort gesehen. Dort wird fleißig gearbeitet.
Nein, auch dort steht noch kein Haus, das konnte ich auf den Bildern gut erkennen, aber ich sah zumindest Bagger und Bauarbeiter, die rege ihrem Job nachgingen. Wenn man bedenkt, dass dort der erste Spatenstich im November 2013 erfolgte und in unserem Baugebiet bereits im Mai 2010, fällt mir nicht wirklich viel dazu ein. Nun gut, bei uns wurden ja schon diverse Häuser gebaut (die Eigentümer wohnen bereits darin) - im Nachbarort wird frisch begonnen. In einem Ort weiter wurde von eben jenem Bauträger im März 2014 ein weiteres Grundstück angekauft. Ich wage gar nicht daran zu denken, dass diese Häuser vielleicht auch noch vor unseren fertig sein könnten.
Ich sehe weiterhin ständig Fotos von Kolleginnen und Kollegen, die zur gleichen Zeit (April 2013) mit der Planung ihres Eigenheims begonnen haben, wie wir. Die ersten ziehen spätestens im Juni dieses Jahres ein, die letzten im August. Natürlich freue ich mich für sie und ihre Familien, aber ich selbst werde wirklich immer niedergeschlagener.
Einige werden jetzt denken „Himmel, wie kann man so ungeduldig sein, bis zur 16. Kalenderwoche sind es doch nur noch ein paar Tage“, aber wer garantiert mir, dass dann wirklich etwas geschieht?
Es gibt nichts mehr, das ich aus- oder aufräumen könnte, nichts das ausgesondert werden müsste (was man nicht in den nächsten Monaten noch benötigt), ich kann nichts weiter in Kartons packen – ja, nicht mal die Winterkleidung, weil ich sie garantiert noch vor dem Umzug wieder benötigen werde. Ich kann aber auch nichts mehr für das neue Haus aussuchen oder gar kaufen, da ich nicht weiß wohin mit den Dingen, falls wir Ende Dezember aus dem jetzigen Haus ausziehen müssen und noch immer kein neues Haus zur Verfügung steht.
Ins Baugebiet fahre ich erst wieder am 17. April. Bis dahin müsst Ihr auf Neuigkeiten warten, die sich um die Hauptsache drehen. Lediglich über Nebensachen werde ich mich sicher zwischendurch immer mal auslassen.
Alles, was das Böse braucht, um zu triumphieren, sind genügend gute Menschen, die nichts unternehmen (Edmund Burke).
In diesem Sinne allen ein schönes und erholsames Wochendende.
Mittwoch, 2. April 2014
Sag den Problemen, ich komme nach dem Frühstück. Aber sie brauchen nicht auf mich zu warten.
Ist dieses Wetter nicht herrlich? Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen von gut 20 Grad. Und das ist nicht als Aprilscherz gemeint. Im letzten Jahr hatten wir am 1. April gerade mal Temperaturen im einstelligen Bereich. 2014 ist alles anders – besser, wie ich finde. Endlich mal wieder ein richtiger Frühling.
Ich möchte diesen schönen Auftakt nicht sofort wieder verderben, aber mir liegt auf der Zunge, darauf hinzuweisen, dass so ein Rohbau bereits fix und fertig stehen könnte - nur mal angenommen, man hätte kurz nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Bau begonnen. Er würde vermutlich auch schon stehen, wenn man etwas länger gewartet hätte - sogar dann, wenn das Zögern beinahe ein Vierteljahr gedauert hätte … Aber es ist immer zu früh um aufzugeben, deshalb warte ich weiter.
Vermutlich hatte ich noch nie so leere und aufgeräumte Schränke, da ich die letzten Monate bereits damit zugebracht habe, auszumisten. Verschwunden sind alle Küchengeräte, die niemals ein Mensch benutzt hat, ebenso die Kleidung, von der man immer gehofft hat, man passt irgendwann noch einmal hinein. Leider habe ich seit der Aussonderung etwa 10 kg abgenommen und könnte genau jene Kleidungsstücke wieder wunderbar tragen … Aber egal. Was weg ist, ist weg.
Auch ein großer Teil der Sammlung „kann man vielleicht noch einmal gebrauchen“ ist schon in einem großen Container abgeholt worden. Offen gestanden gefällt mir diese Leere und Ordnung wirklich gut. Zumindest die in den Schränken. In der Wohnung selbst stapeln sich in jeder - nicht direkt einsehbaren - Ecke Kisten und Kartons mit Dingen, die für das neue Haus bestimmt sind. Neue Töpfe, Pfannen, die beste Kaffeemaschine der Welt, Wasserkocher, Toaster, Badartikel … Ja, ich habe mein neues Haus beinahe schon eingerichtet und vermutlich würde ich sogar schon die Möbel kaufen, wenn … ja, wenn da nicht der kleine unbedeutende Umstand wäre, dass es überhaupt noch kein Haus gibt.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich seit einigen Monaten Bereitstellungszinsen zahlen darf? Von dem Geld könnte ich mir jeden Monat einen Esszimmerstuhl kaufen, oder ein edles Kaffeeservice, oder gar eine schicke Lampe. Wenn ich zwei Monate spare, wäre sogar der dazugehörige Tisch kostengünstig möglich. Vielleicht ist es ja ganz gut, dass ich diese Summe monatlich mit tränenden Augen meiner Bank in den Rachen werfe. Was sollte ich auch mit einem Esszimmerstuhl – so ohne Esszimmer, oder einer Lampe - ganz ohne Decke, an die ich sie montieren könnte?
Und eines Tages sagt die Stimme deines Herzens klar und deutlich »Jetzt!«, und nichts und niemand kann dich aufhalten (Wer diesen Spruch von sich gab, der kannte unsere Stadtverwaltung nicht).
Euch allen einen schönen Mittwoch!
Dienstag, 1. April 2014
Schönes Wetter und sonst nichts
Nichtstun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen.
Klingt dieser Satz nicht weitaus positiver als mein gestriger Eintrag? Ja, ich weiß natürlich, dass es nichts an der Situation ändert, wenn ich die augenblickliche Lage in schöne Worte verpacke, aber es liest sich doch viel netter als das Verb „warten“ – auch genannt: Schadenfreude des Schicksals.
Falls Sie - ja, genau Sie - über Geduld verfügen, herzlichen Glückwunsch! Ich beneide Sie, denn Ihnen gehört die Welt. Glauben Sie mir, ich bemühe mich redlich mit Ihnen mitzuhalten, aber vermutlich bin ich einfach nicht dafür geschaffen in vollen Wartezimmern zu hocken und gelassen in Zeitschriften zu blättern oder aber freundlich zu lächeln, während die Kunden vor mir an der Supermarktkasse unbedingt ALLE mit Kleingeld bezahlen wollen, auch wenn es letztendlich doch nicht reicht und sie den Schein zücken müssen.
Schließlich geht es hier um mein zukünftiges Heim – um mein Zuhause. Um das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Um den Ort, an dem man sich fallen lassen kann und sich ungefragt etwas zu trinken aus dem Kühlschrank holt.
Natürlich ist Zuhause eigentlich kein fester Ort. Zuhause ist ein Gefühl, dass man an jeden Platz dieser Welt mitnehmen kann. Zuhause ist die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die immer da sind, komme was wolle. Dennoch mutet es sicher seltsam an, wenn ich mitten im Winter mit Familie und Hund auf irgendeinem Parkplatz mein Zelt aufschlage, nur weil Zuhause kein fester Ort ist und das Haus noch immer nicht steht.
Und meine Ungeduld würde sich schon mindern lassen, wenn ich eine Schaufel oder gar einen Bagger im Baugebiet sehen würde. Vielleicht noch ein Mensch in Arbeitsanzug und Helm, der beides bedienen kann. Ich bin doch ganz bescheiden, finde ich. Ein kleiner Funken Hoffnung reicht mir doch schon.
Aber vielleicht gibt uns das Leben immer genau das, was wir glauben, nicht aushalten zu können. Bis wir es dann doch überleben.
Euch allen einen schönen Dienstag.
Klingt dieser Satz nicht weitaus positiver als mein gestriger Eintrag? Ja, ich weiß natürlich, dass es nichts an der Situation ändert, wenn ich die augenblickliche Lage in schöne Worte verpacke, aber es liest sich doch viel netter als das Verb „warten“ – auch genannt: Schadenfreude des Schicksals.
Falls Sie - ja, genau Sie - über Geduld verfügen, herzlichen Glückwunsch! Ich beneide Sie, denn Ihnen gehört die Welt. Glauben Sie mir, ich bemühe mich redlich mit Ihnen mitzuhalten, aber vermutlich bin ich einfach nicht dafür geschaffen in vollen Wartezimmern zu hocken und gelassen in Zeitschriften zu blättern oder aber freundlich zu lächeln, während die Kunden vor mir an der Supermarktkasse unbedingt ALLE mit Kleingeld bezahlen wollen, auch wenn es letztendlich doch nicht reicht und sie den Schein zücken müssen.
Schließlich geht es hier um mein zukünftiges Heim – um mein Zuhause. Um das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Um den Ort, an dem man sich fallen lassen kann und sich ungefragt etwas zu trinken aus dem Kühlschrank holt.
Natürlich ist Zuhause eigentlich kein fester Ort. Zuhause ist ein Gefühl, dass man an jeden Platz dieser Welt mitnehmen kann. Zuhause ist die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die immer da sind, komme was wolle. Dennoch mutet es sicher seltsam an, wenn ich mitten im Winter mit Familie und Hund auf irgendeinem Parkplatz mein Zelt aufschlage, nur weil Zuhause kein fester Ort ist und das Haus noch immer nicht steht.
Und meine Ungeduld würde sich schon mindern lassen, wenn ich eine Schaufel oder gar einen Bagger im Baugebiet sehen würde. Vielleicht noch ein Mensch in Arbeitsanzug und Helm, der beides bedienen kann. Ich bin doch ganz bescheiden, finde ich. Ein kleiner Funken Hoffnung reicht mir doch schon.
Aber vielleicht gibt uns das Leben immer genau das, was wir glauben, nicht aushalten zu können. Bis wir es dann doch überleben.
Euch allen einen schönen Dienstag.
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