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Mittwoch, 2. Juli 2014

Mein Bagger ist weg.

Mein Bagger ist weg.

Ich war heute kurz an der Baustelle und habe mit Entsetzen festgestellt, dass mein Lieblingsbagger fort ist. Dafür steht dort ein Neuer, der ist zwar nicht halb so schön, wie der vorherige, aber er hat noch einen Kumpel zur Unterstützung mitgebracht. Zwei Bagger - das klingt ja schon einmal nach mehr - mehr Leistung, mehr Bauarbeiter, mehr ... nun, wir werden sehen. 





Nachdem ich in meinem letzten Beitrag ein Foto eingestellt habe, auf dem Bauarbeiter Tic Tac Toe spielen, muss ich das heute richtig stellen. Unsere Arbeiter würden so etwas selbstverständlich niemals machen. Sie spielen NICHT Tic Tac Toe!




 Sie spielen Mikado.



Die vorbereiteten Bodenplatten sind auf den ersten Blick unverändert. Auf den zweiten Blick sieht man grüne Punkte. Aber viel mehr sehe ICH erst einmal nicht (abgesehen von den Mikado-Rohren auf dem Haufen).




Nun vergleiche ich - der absolute Bau-Laie - ein anderes Baugebiet mit vorbereiteten Bodenplatten und was fällt mir da auf?




Es stecken diverse Rohre und Leitungen im Schotter, die vermutlich auch irgendwohin führen. 

Da stellt sich mir doch gleich die Frage: Warum stecken bei uns keine Rohre drin? Und falls noch welche hineingesteckt werden ... wo enden diese dann? Im Schotter? Im Nirgendwo? Oder haben wir ein Plumpsklo bestellt? Eventuell macht man auch die bereits vorbereiteten Stellen wieder auf, verlegt die Kanalisation etc und fängt dann wieder von vorn an, die Bodenplatten vorzubereiten. 
So rein von MEINER Logik ist da irgendwo ein Fehler drin. Ich baue ja auch nicht erst das Erdgeschoss und mache nachträglich den Keller drunter, oder?

In diesem Sinne allen einen schönen Mittwoch. 











Freitag, 20. Juni 2014

Träume sind Schäume - hoffe ich doch

Ich habe heute frei. Überstunden abbauen.
Vermutlich haben die Arbeiter auf unserer Baustelle auch zu viele Überstunden, denn sie hatten heute auch frei. Ich kann mir zwar nicht so recht vorstellen, woher deren Überstunden stammen (auf unserer Baustelle wurden sie ganz sicher nicht gesammelt), aber es gibt ja noch mehr Orte in NRW, in denen unser Bauträger bauen lässt. Vielleicht stammen sie ja von dort, wer weiß?

Mich irritiert es gewaltig, dass ich sehr häufig dann am Bauplatz vorbei schaue, wenn niemand da ist und arbeitet. Einerseits könnte man annehmen, dass dies wirklich purer Zufall ist, und an den anderen Tagen fleißig gewerkelt wird, aber ich bin da offengestanden etwas skeptisch.  Zumal es für einen Laien wie mich schwer zu erkennen ist, wann Arbeiten verrichtet werden, von deren Ergebnis man nichts sieht, weil sie … hm, ja … also … 

Bei Innenarbeiten zum Beispiel. Da würde ich ja auch nicht sehen, was und wieviel geschafft wird - sofern ich mir keine Leiter besorge und durch ein Fenster Spionage betreibe. 
Womit ich meine Blindheit jetzt begründen soll, wo es bekanntlich noch kein Innen und kein Außen gibt, weiß ich allerdings grad auch nicht.



Hab ich schon erwähnt, dass ich zurzeit vollkommen tiefenentspannt bin? Nein? Dann erwähne ich das jetzt mal ganz am Rande. Die Phasen „Vorfreude und Packwut“, „Hoffen und Bangen“ sowie „Wut und Fassungslosigkeit“ sind vorbei. Ja, sogar die Phase „Panik und Existenzangst“ liegt hinter mir und die derzeitige Phase „Das geht mir alles sowas von am A…llerwertesten vorbei“ finde ich tatsächlich sogar sehr erholsam. Nur mein Umfeld wundert sich.

Wahrscheinlich ist diese Ruhe jedoch nur oberflächlich, denn ich hab letzte Nacht von meinem Bauträger geträumt. Gut, in der Nacht davor träumte ich davon, dass ich aus einer Wildwasserbahn gefallen bin, aber die beiden Träume nun miteinander in Verbindung zu bringen, wäre nun doch etwas an den Haaren herbeigezogen. Wobei … 

Der Hauskauf ähnelt ja schon irgendwie einer Fahrt auf einem solchen Fahrgeschäft, oder? Mal läuft es langsamer, dann wieder schneller, mal geht es ruhiger vonstatten und mal hüpft man nur so über die Stromschwellen. Gut, okay, der Stromausfall am Anfang war ein ziemlich langer Stromausfall, und auf die Stromschnellen warte ich noch heute, aber ansonsten ist der Vergleich gar nicht so übel.
Nachdem ich letzten Samstag wirklich dachte: JETZT nehmen wir endlich Fahrt auf, habe ich heute dann zähneknirschend festgestellt, dass wir wohl doch wieder in sehr, sehr ruhigem Fahrwasser gelandet sind.



So wild kann die Bahn also nicht sein, dass ich hinaus falle. Zumindest bis zum 31.12.2014 noch nicht.

In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende.



Hier noch ein Foto für meine zukünftige Nachbarin:



Freitag, 6. Juni 2014

Die Zeit, die der Bau unseres Hauses benötigt, wird in Berliner Flughäfen gemessen

Aber inzwischen habe ich gelernt damit umzugehen. Meistens jedenfalls. Nun, zumindest häufiger als noch vor einigen Wochen – oder war es vor Monaten? Ja, wir haben schon Juni. Zwar noch im einstelligen Bereich, aber ganz klar Juni. In 141 Tagen ist übrigens schon Halloween. Warum ich das erwähne? Weil ich so langsam – ganz langsam – Entzugserscheinungen bekomme.

Wenn ich mich früher von unangenehmen Dingen ablenken musste, dann konnte ich basteln. Über die Dinge, die ich gebastelt habe, verliere ich lieber kein Wort, denn sonst glaubt nachher wieder jeder es bestehe ein Zusammenhang mit meinem neuen Haus. Das ist nicht der Fall.
Aber diese Werkeleien haben mich wunderbar zerstreut. Und bei unserer letzten Veranstaltung 2012 gab es noch keinen Hausbauplan – zumindest keinen konkreten.

Nun kann ich aber zurzeit nicht mehr basteln, weil ich keine Möglichkeit habe, die fertigen Sachen zu lagern. Was übrigens nicht am Hausbau liegt, sondern am Hausverkauf. Leider sehe ich aber bereits ständig in den sozialen Netzwerken die Basteleien der anderen. Im letzten Jahr konnte ich diesen Umstand durch die Vorfreude auf das neue Haus unterdrücken, aber derzeit ist das etwas schwerer. Zumal das einzige weitere Halloweenhaus in unserer näheren Umgebung ebenfalls 2014 geschlossen bleibt.

Für all jene, die sich nun fragen, wovon ich überhaupt rede, hier ein kleiner Einblick:





Kleiner Hinweis an unsere zukünftigen Nachbarn: Wir haben eine weit entfernte Location für unsere Veranstaltungen ab 2015 gefunden. Also keine Sorge.



Kleiner Hinweis an das Bauträger-Team: Die Sachen sind alle nur Deko. Der elektrische Stuhl ist NICHT funktionstüchtig. Also ebenfalls keine Sorge.


An dieser Stelle möchte ich übrigens noch darauf hinweisen, dass mir bei meinem vorherigen Eintrag ein grober Fehler unterlaufen ist. In einem Absatz – er ist inzwischen verbessert – sollte es natürlich NICHT heißen: „falls wir jemals eine Bestätigung erhalten“. sondern: „falls wir uns jemals wagen eine Bestätigung für einen dieser Termine abzuschicken“. Schließlich ging es darum, dass WIR mitteilen, wann wir einen der beiden Termine wahrnehmen, wenn wir einen wahrnehmen. Und eine Handynummer des Bauleiters habe ich inzwischen auch erhalten.

Heute genieße ich übrigens einfach das schöne Wetter – zwar erst nachdem ich den Rasen gemäht, in überfüllten Läden eingekauft und in meiner Wohnung Schadensbegrenzung gemacht habe, aber jetzt genieße ich es.
Nein, den heutigen Termin nehme ich nicht wahr. Das ist sicherer. Schließlich sind alle immer freundlich zu mir. Und ich weiß eben nicht, ob ich über genügend Argumente verfüge um den aufgestauten Frust ebenfalls freundlich rüber zu bringen. Oder ob ich mich nicht fürchterlich weiblich benehmen und in Tränen ausbrechen würde.

Aber wie sagte eine Kollegin von mir einst? Wenn Gott gewollt hätte, dass sie mit Argumenten überzeuge, hätte er ihr keine Mittelfinger geschenkt.
In diesem Sinne allen ein wundervolles Wochenende.

Montag, 2. Juni 2014

Wo etwas Dummes gesagt wird, da wird es hell in den Menschenherzen

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Zuerst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ich in der letzten Woche etwas schreibfaul war, aber ich habe es nicht geschafft zur Baustelle zu fahren. Der Terminkalender war einfach zu voll gepackt.
Am Freitag war ich zudem mit meiner Jüngsten für eine Hochzeit ein Kleid kaufen. Diese Tatsache allein treibt vermutlich allen Müttern bereits die Schweißperlen auf die Stirn, aber es kam noch erschwerend hinzu, dass dieser Tag ein sogenannter „Brückentag“ war (die Leute glauben wirklich, dass es nach so einem Tag keine Waren mehr in den Läden gibt) UND gleichzeitig alle möglichen und unmöglichen Menschen Geld auf dem Konto hatten, welches sie unbedingt sofort und auf der Stelle ausgeben wollten.
Nachdem wir endlich fündig wurden, war ich einfach nicht mehr in der Lage an der Baustelle aus dem Fahrzeug zu steigen, weil ich meine Füße nicht mehr finden konnte.

Ich habe aber an jenem denkwürdigen Tag noch denkwürdige Post von meinem Bauträger erhalten. Darin heißt es gleich im ersten Satz „… wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir mit den Erdarbeiten begonnen haben“. Ach was, ehrlich?
Weiterhin werden mir in dem Schreiben Name und Kontaktmöglichkeit unseres Bauleiters mitgeteilt und zwei Terminvorschläge genannt, an denen ich diesen Herrn kennen lernen darf und auf erste Fragen zum Bauablauf Antworten bekomme. Soweit so gut.
Außerdem folgt eine Belehrung darüber, dass keine eigenständigen Baubegehungen auf dem Baufeld durchzuführen sind und ich jede Begehung bei der örtlichen Bauleitung anzumelden habe. Auch gut.

Und dann habe ich umgeblättert und bin vor Lachen vom Stuhl gefallen. Steht auf der zweiten Seite doch tatsächlich folgender Satz:
 „Zu diesen Terminen (also in dieser Woche am Freitag und in der nächsten Woche am Dienstag) besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, für Ihre Eigenleistungen (Küche, Maler, usw.) Aufmaße zu nehmen.“

Während ich mir die Lachtränen aus den Augen zu wischen versuchte, stellte ich mir wahrhaftig vor, wie ich mit meiner Küchenfee, dem Maler, dem Fliesenleger und einem riesigen Zollstock am Freitag dort aufschlage und mich auf diesen Satz berufe. Wir könnten dann mit einer Farbdose die Außenmaße in den Lehm sprühen, ein paar Innenwände in den Mutterboden ritzen und den Grill auf die imaginäre Terrasse stellen.
In diesem Augenblick wäre ich vermutlich bei dem Herrn Bauleiter restlos unten durch. Aber mal ganz ehrlich – lustig wär’s schon. Vielleicht nicht unbedingt für das Unternehmen, aber für mich allemal.

In diesem Sinne allen einen schönen Wochenstart.



Dienstag, 20. Mai 2014

Was ist das da, unter dem Bagger?

Seit zwei Wochen beobachte ich nun schon in unregelmäßigen Abständen das Geschehen auf dem Baufeld.



DASS etwas geschieht, habe ich hier ja schon einige Male dokumentiert und auch in diversen Beweisfotos festgehalten. Augenblicklich ist es jedoch etwas ruhiger um diesen Blog geworden, wie Ihr sicherlich bemerkt habt. Dies liegt allerdings nicht daran, dass ich keine Zeit oder Lust habe zu schreiben, sondern daran, dass zwar etwas geschieht, ich aber absolut nicht weiß WAS.



Der Streifen, auf dem ICH vermuten würde, dass dort irgendwann einmal die Häuser stehen würden, ist noch immer voller Erdhaufen – riesiger Erdhaufen. Ich habe die ganzen Tage darauf gewartet, dass sie irgendwann einmal kleiner werden oder gar verschwinden, aber das geschah bisher noch nicht. Im Gegenteil.
Ein wenig wirken sie wie eine Schallschutzwand an der Autobahn. Vielleicht liegen sie tatsächlich noch dort, damit sich niemand der Anwohner (deren Häuser übrigens auch irgendwann einmal mit Baulärm gebaut wurden) durch Baulärm gestört fühlen kann. Man weiß es nicht. Wobei … man weiß es vermutlich schon, nur ICH eben nicht.




Der Streifen, auf dem ICH vermuten würde, dass sich dort irgendwann einmal mein Garten befindet, wurde in den letzten vierzehn Tagen mit Schotter aufgeschüttet und befestigt. Sieht seltsam aus. Entweder ich hatte bei der Musterhausbesichtigung einen ziemlichen Knick in der Optik und habe den Vertrag für eine Hundehütte unterschrieben, oder aber ich habe JETZT einen Knick in der Optik, und die Fläche ist größer, als sie mir erscheint.

In 12 Arbeitstagen ist der Mai schon wieder um. Und von den 8 vorhandenen Monaten bis zu unserem Zwangsauszug aus dem derzeitigen Heim, sind plötzlich nur noch 7 übrig. Ich würde wirklich gerne glauben, dass alles passt, wackelt und Luft hat, aber …



Ich bete jeden Tag, dass das Gebilde auf der Baustelle nicht nur eine Baustraße ist.

Samstag, 10. Mai 2014

Der Samstag ist ein Werktag

Ja, auch heute wird auf der Baustelle gebaggert.
Mir ist es fast schon peinlich, dass ich immer an der Baustelle ankomme, wenn der Fahrer des Baggers in seinem Auto sitzt.



Ein wenig komme ich mir vor, wie Heidi auf der Alm, bei so vielen Bergen.


Und der Bagger steht mit laufendem Motor im Tal.

Aber was ist das Teil unter seiner Schaufel???
Doch wohl nicht die besagte Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg?



Puh. Glück gehabt. Es ist ein Gulli.
Ich hoffe, es ist so gewollt, dass das Teil unter der Schaufel liegt.

Tja. Und so schaut unser Bereich zur Zeit aus. Wir haben schon einen schmucken Teich im Garten.



Nachbarn sind ein Geschenk - Umtausch ausgeschlossen

Es sind liebenswerte Mitmenschen, die uns ab und zu das Leben zur Hölle machen.

Ich weiß das, denn ich habe bereits welche.
Ich weiß nur nicht, gegen welche Variante Mitmenschen ich sie eintauschen werde, wenn das Haus erst einmal steht. Von denen, die mit uns eins der letzten zwanzig Häuser gekauft haben, kenne ich noch niemanden.

Von denen, die bereits dort wohnen, kenne ich ein Pärchen bzw eine Hälfte dieses Paares. Sehr sympathisch, und ganz meine Wellenlänge.
Nun fahre ich ja bekanntlich ab und an ins Baugebiet. Und bei diesen Besuchen trifft man auf zukünftige Nachbarn bzw Anwohner, deren Häuser bereits etwas länger stehen. Einige sind sicher wirklich eine Wucht - zumindest können sie lächeln und grüßen.
Andere beobachten uns misstrauisch und mit einem Gesichtsausdruck, als wollten wir ihre Kronjuwelen rauben. Ich warte immer darauf, dass der erste mir den Weg versperrt - mit den Worten: "Du kommst hier nicht rein!"

Schön sind auch die Beiträge im sozialen Netzwerk. Wer, außer den Anwohnern, sollte sich dort darüber mokieren, dass ein Bagger über die Straße rollt und nicht den Weg über das angemietete Firmengelände nimmt?
Ich könnte die Einwände noch verstehen, wenn es sich um Kräne oder die LKWs mit den Fertigteilen handelt, aber ein Bagger?

Sollte ich mir vielleicht schon einmal Gedanken darüber machen, wieviel mein Umzugswagen wiegt? Oder wo ich den Hubschrauber her bekomme, der meine 1,6 Tonnen Fliesen zum Haus befördert?  Nicht, dass ich alle einzeln durchs Baugebiet tragen muss ... Wobei, selbst das könnte problematisch werden, denn ich wiege ja ohne Fliesen im Gepäck schon nicht wenig.

Manchmal frage ich mich wirklich, warum man in ein Neubaugebiet zieht,  wenn man nicht möchte, dass dort neu gebaut wird.

In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende.