Nichtstun ist besser als mit viel Mühe nichts schaffen.
Klingt dieser Satz nicht weitaus positiver als mein gestriger Eintrag? Ja, ich weiß natürlich, dass es nichts an der Situation ändert, wenn ich die augenblickliche Lage in schöne Worte verpacke, aber es liest sich doch viel netter als das Verb „warten“ – auch genannt: Schadenfreude des Schicksals.
Falls Sie - ja, genau Sie - über Geduld verfügen, herzlichen Glückwunsch! Ich beneide Sie, denn Ihnen gehört die Welt. Glauben Sie mir, ich bemühe mich redlich mit Ihnen mitzuhalten, aber vermutlich bin ich einfach nicht dafür geschaffen in vollen Wartezimmern zu hocken und gelassen in Zeitschriften zu blättern oder aber freundlich zu lächeln, während die Kunden vor mir an der Supermarktkasse unbedingt ALLE mit Kleingeld bezahlen wollen, auch wenn es letztendlich doch nicht reicht und sie den Schein zücken müssen.
Schließlich geht es hier um mein zukünftiges Heim – um mein Zuhause. Um das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit. Um den Ort, an dem man sich fallen lassen kann und sich ungefragt etwas zu trinken aus dem Kühlschrank holt.
Natürlich ist Zuhause eigentlich kein fester Ort. Zuhause ist ein Gefühl, dass man an jeden Platz dieser Welt mitnehmen kann. Zuhause ist die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die immer da sind, komme was wolle. Dennoch mutet es sicher seltsam an, wenn ich mitten im Winter mit Familie und Hund auf irgendeinem Parkplatz mein Zelt aufschlage, nur weil Zuhause kein fester Ort ist und das Haus noch immer nicht steht.
Und meine Ungeduld würde sich schon mindern lassen, wenn ich eine Schaufel oder gar einen Bagger im Baugebiet sehen würde. Vielleicht noch ein Mensch in Arbeitsanzug und Helm, der beides bedienen kann. Ich bin doch ganz bescheiden, finde ich. Ein kleiner Funken Hoffnung reicht mir doch schon.
Aber vielleicht gibt uns das Leben immer genau das, was wir glauben, nicht aushalten zu können. Bis wir es dann doch überleben.
Euch allen einen schönen Dienstag.
Baublog über den Neubau unseres Vista-Reihenhauses 2014 mitten im Herzen des Ruhrgebiets. Seid dabei und begleitet uns mit diesem Reihenhausblog auf unserem Weg zum Ziel.
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Dienstag, 1. April 2014
Montag, 31. März 2014
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld, wir sind bald für Sie da.
Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
Nun haben wir also bereits die 14. Kalenderwoche erreicht. Im Augenblick beschleicht mich das Gefühl, dass jede Woche einen gefühlten Monat dauert. Andererseits, bin ich mir ja auch sicher, dass sich an Bankschaltern und Supermarktkassen die kürzesten Schlangen am langsamsten bewegen und ich grundsätzlich bei irgendwelchen Ämtern (oder Hotlines) so lange in der Telefonschleife hänge bis der Anrufbeantworter verkündet, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten anrufe.
Kurzum: Warten ist nicht mein Ding.
Irgendjemand hat einmal behauptet, dass das Warten auf etwas Schönes positive Spannung und Gefühle erzeugt. Dieser Jemand kannte MICH nicht. Sämtliche Gefühle, welche sich seit einiger Zeit in meinem Inneren breit machen, sind KEINESFALLS positiv. Im Gegenteil. Ein sicheres Mittel, MICH aufzubringen und mir böse Gedanken in den Kopf zu setzen, ist, mich lange warten zu lassen.
Ich fand es als Kind bereits ausgesprochen grausam, wenn die Großeltern im Oktober erwähnten, dass sie das Weihnachtsgeschenk schon gekauft hatten, aber mit keinem Wort auch nur andeuteten, worum es sich dabei handeln könne.
So ähnlich geht es mir auch mit dem Hausbau, obwohl ich eigentlich weiß, was es geben wird, wenn es denn irgendwann einmal etwas gibt. Schließlich habe ich das komplette Haus in Gedanken bereits vollkommen eingerichtet, wieder umgeräumt, neu tapeziert und in einer anderen Farbe überstrichen. Aber es macht mich regelrecht wahnsinnig, dass ich seit 11 Monaten (morgen sind es schon 12) von Tag zu Tag, Woche zu Woche und Monat zu Monat vertröstet werde, mit den Worten: „warten Sie ab“, „haben Sie Geduld“ oder „wir warten darauf“.
Vielleicht sollte ich mich an ein chinesisches Sprichwort halten, das besagt:
Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen.
Euch allen einen schönen Montag.
Nun haben wir also bereits die 14. Kalenderwoche erreicht. Im Augenblick beschleicht mich das Gefühl, dass jede Woche einen gefühlten Monat dauert. Andererseits, bin ich mir ja auch sicher, dass sich an Bankschaltern und Supermarktkassen die kürzesten Schlangen am langsamsten bewegen und ich grundsätzlich bei irgendwelchen Ämtern (oder Hotlines) so lange in der Telefonschleife hänge bis der Anrufbeantworter verkündet, dass ich außerhalb der Geschäftszeiten anrufe.
Kurzum: Warten ist nicht mein Ding.
Irgendjemand hat einmal behauptet, dass das Warten auf etwas Schönes positive Spannung und Gefühle erzeugt. Dieser Jemand kannte MICH nicht. Sämtliche Gefühle, welche sich seit einiger Zeit in meinem Inneren breit machen, sind KEINESFALLS positiv. Im Gegenteil. Ein sicheres Mittel, MICH aufzubringen und mir böse Gedanken in den Kopf zu setzen, ist, mich lange warten zu lassen.
Ich fand es als Kind bereits ausgesprochen grausam, wenn die Großeltern im Oktober erwähnten, dass sie das Weihnachtsgeschenk schon gekauft hatten, aber mit keinem Wort auch nur andeuteten, worum es sich dabei handeln könne.
So ähnlich geht es mir auch mit dem Hausbau, obwohl ich eigentlich weiß, was es geben wird, wenn es denn irgendwann einmal etwas gibt. Schließlich habe ich das komplette Haus in Gedanken bereits vollkommen eingerichtet, wieder umgeräumt, neu tapeziert und in einer anderen Farbe überstrichen. Aber es macht mich regelrecht wahnsinnig, dass ich seit 11 Monaten (morgen sind es schon 12) von Tag zu Tag, Woche zu Woche und Monat zu Monat vertröstet werde, mit den Worten: „warten Sie ab“, „haben Sie Geduld“ oder „wir warten darauf“.
Vielleicht sollte ich mich an ein chinesisches Sprichwort halten, das besagt:
Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen.
Euch allen einen schönen Montag.
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