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Montag, 14. April 2014

Die 16. Kalenderwoche bricht an

Besser ein Irrtum, der dich beglückt, als eine Wahrheit, die dich niederdrückt.

Nun sind wir also tatsächlich in der 16. KW angelangt. Wie sich unschwer an den Fotos von Samstag erkennen lässt, hat sich unser Bauträger wohl geirrt, was den Bagger betrifft. Ich zumindest habe am Samstag keinen gesehen – nicht auf dem Baufeld und auch nicht auf dem Nachbargrundstück.

Aber ich kann bestätigen, dass an der Zufahrt zum Baugebiet gearbeitet wurde. Das Tor, das sich vor einigen Tagen noch verschlossen und halb zugewuchert am Rande des Radweges in Höhe unseres Baufeldes befand, ist inzwischen weit geöffnet. Davor befindet sich ein neuer, mit einer dicken Kette verschlossener, Bauzaun. Unterhalb des Bauzaunes wurde frischer Teer aufgebracht vermutlich um die Höhe zwischen Nachbargelände und Radweg auszugleichen (oder um eine Gasleitung zu überbauen?). Eine ordentliche Portion Teer findet sich übrigens auch auf dem eigentlichen Baufeld wieder. Grob geschätzt liegt dieser Haufen in meinem zukünftigen Garten.
Auf dem Grundstück hinter dem Tor steht in einiger Entfernung ein Container. Ob dieser zur ansässigen Firma gehört oder von unserem Bauträger dorthin verfrachtet wurde, vermag ich nicht zu sagen. Nur der groß angekündigte Bagger, den konnte ich trotz intensiver Suche nicht finden.

Ich bin gespannt, was diese 16. KW an Überraschungen mit sich bringt.
Bekannte und Freunde machen mir wenig Hoffnung, dass auf der Baustelle wirklich etwas geschafft wird. Schließlich steht Ostern vor der Tür und jeder kennt den Spruch: „Für den Fleißigen hat die Woche sieben Heute, für den Faulen sieben Morgen“. Leider sind es selbst für den Fleißigen in den nächsten zwei Wochen jeweils nur sechs Heute. Außerdem folgt in der Woche darauf noch der 1. Mai … Dieser Feiertag liegt 2014 ausgesprochen günstig – auf einem Donnerstag. Wen lädt diese Konstellation nicht zu einem weiteren langen Wochenende ein???

Untätigkeit ist effektiver, denn man kann nicht alles auf einmal tun - aber alles auf einmal lassen.
In diesem Sinne euch allen einen schönen Wochenstart.





Donnerstag, 10. April 2014

Wette verloren!

Ich habe die Wette verloren. Haushoch, wie mir scheint.
Unser Bagger ist angekommen. Zwar noch nicht ganz auf dem eigentlichen Bauplatz, sondern auf dem Nachbargelände, aber er ist da. Derzeit werden die neuen Zuwegungen und die Gasleitungen zum Baufeld vorbereitet – so die Auskunft des Bauträgers von gestern. Sobald dies erledigt ist, darf der Bagger auf das Gelände.

Ja, ich habe es nicht mehr ausgehalten und dem Bauträger gestern eine Mail geschickt, in der ich nachgefragt habe, ob es bei dem Baubeginn in der 16. KW bleibt oder es vielleicht doch Neuigkeiten gibt, von denen ich eigentlich gar nichts wissen möchte. Alles prima, alles gut und ich muss mir keine Sorgen machen.

Die Kommunikation mit der Hauptstelle unseres Bauträgers ist immer wieder sehr erfrischend und entlockt mir stets ein breites Schmunzeln bis Grinsen. Vielleicht hätte ich regelmäßig (so in etwa einmal in der Woche) dort anrufen oder ihnen eine Mail schreiben sollen, dann wäre meine Laune eventuell nie so tief gesunken. Die Ansprechpartner(-innen) sind sehr kompetent, sorgen für Lösungen eines jeden Problems, wissen auf alle – meine - noch so dämlichen Fragen eine Antwort und verlieren nie (zumindest mir gegenüber) ihren Humor, ihre Freundlichkeit und vor allem ihre Geduld.

Heute habe ich Kopfschmerzen. Das würde ich sogar noch verstehen, wenn ich gestern auf eben jenen Bagger angestoßen hätte, aber das ist gar nicht der Fall. Ich habe meinen Wartefrust zuvor ja auch nicht in Alkohol ertränkt. Alkohol konserviert, habe ich irgendwo gelesen. Wenn das stimmt, dann kenne ich ja jetzt den Grund, warum ich weder sonderlich haltbar, noch besonders geduldig bin. Die Flasche Sekt, die ich mir anfangs gekauft habe, damit ich nach der Vertragsunterzeichnung mit der Familie anstoßen kann, musste ich bereits in den Ausguss schütten. Der Inhalt war ungenießbar (vermutlich stand sie einfach zu lange auf der Fensterbank – in der Sonne).

Ich glaube ich bin irgendwie lebensuntauglich.
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, ich wäre der einzige Mensch auf der Welt, der mit der modernen Zivilisation nicht zu Recht kommt. Es sind nicht nur die ganzen technischen Geräte, nein. Noch viel schlimmer sind die ganzen alltäglichen Dinge.
Weil ein gewisser Herr Murphy irgendwann einmal die Theorie aufgestellt hat, dass alles, was schief gehen kann, auch schief gehen wird, und sich dieses Gesetz sozusagen zu meinem Lebensmotto entwickelt hat, hätte ich vielleicht von diesem Neubau absehen sollen. Gestern habe ich mich noch nicht einmal getraut echte Freude zuzulassen, aus Angst, dass dieser Herr Murphy eventuell am selben Abend noch einmal zuschlägt.

Hatte ich eigentlich erwähnt, was ich tun werde, wenn ich die Wette verliere?
So was Dummes, durch meine Kopfschmerzen kann ich mich grad gar nicht daran erinnern.

Dienstag, 25. März 2014

Another Brick In The Wall - Hausbau die Vierte

Kümmere dich nicht um die Hauptsache, solange es noch Nebensachen gibt.

Ein Wahlspruch, den ich von Tag zu Tag mehr beherzige. Inzwischen habe ich bereits die Küche fertig geplant (beim Preis bin ich erst einmal lang hingeschlagen), ich habe Fliesen ausgesucht (dieses spitzenmäßige Superschnäppchen lagert an allen möglichen und unmöglichen Orten meiner derzeitigen Wohnung) und ich habe bereits Umzugskartons gepackt. Dummerweise geben sämtliche – aber auch wirklich sämtliche – elektrischen Geräte nach und nach den Geist auf, weshalb ich besagte Umzugskartons immer mal wieder um einzelne Teile erleichtern muss.

Das funktioniert natürlich nicht immer, denn bestimmte elektrische Geräte passen einfach nicht in Umzugskartons. So hat zum Beispiel mein Ofen bereits Mitte letzten Jahres das Zeitliche gesegnet. Kein Problem, wir ziehen ja „bald“ um und kaufen eine neue Küche MIT neuem Backofen. Wird halt nichts zubereitet, für das ein Ofen notwendig wäre. Im Herbst verabschiedete sich unser Untertischheißwassergerät in der Küche mit einem grausam zischenden Geräusch und unglaublich dichten Nebelschwaden. Was soll’s? Wir ziehen ja bald um, haben einen Geschirrspüler und ausreichend heißes Wasser im Bad. So weit – so gut.
Zumindest, bis sich unsere Spülmaschine am Silvesternachmittag überlegte, dass sie unter keinen Umständen mit uns ins Jahr 2014 gehen möchte. Vermutlich wollte der neue Fön sein Dasein auch nicht länger in einem Umzugskarton fristen und hat deshalb seinen alten Kollegen dazu überredet in Flammen aufzugehen … Ja, die Nebensachen reißen einfach nicht ab und bemühen sich redlich darum, dass ich nicht ständig an die Hauptsache denken muss.

Apropos Hauptsache. Es gibt NATÜRLICH nichts zu berichten, was den Hausbau betrifft. Der Bauträger wollte sich „eigentlich“ melden um mir einen „konkreten“ Termin für den Baustart zu nennen…
Ich habe gestern jedoch lediglich die Information erhalten, dass sich auf der Baustelle 3 Personen in Arbeitsanzug ganze zwei Stunden „umgesehen“ haben (allerdings kam diese Info nicht vom Bauträger, wie man sich denken kann).

Ich glaube, ich hätte den Ratschlag meiner Omma besser beherzigen sollen:
Das Wichtigste im Leben ist immer zu wissen, wo der Hinterausgang ist.



Dies werden übrigens unsere Bodenfliesen. Wir haben zwar noch lange keinen Boden aber ...  was soll's?