Je hoffnungsloser die Situation, desto optimistischer der Betroffene.
Nach Auskunft des Bauträgers soll der Baubeginn nun in der 16. Kalenderwoche erfolgen. Zuvor muss noch eine Leitung überbaut werden, damit die Baufahrzeuge endlich wieder auf das Baugebiet können (nochmals zur Erinnerung: die Zufahrtstraßen wurden von der Stadt fertig gestellt, bevor der letzte Bauabschnitt überhaupt erfolgt ist – verkehrsberuhigt).
Aber das Thema Baubeginn ist bei unserem Projekt ja ein wirklich leidiges Thema. Die Worte „soll erfolgen“ oder auch „ist geplant“, lassen bei mir stets die Alarmglocken schrillen.
Dass bei uns derart viel schief gegangen ist, können wir in den seltensten Fällen dem Bauträger ankreiden, was ich hier immer wieder betonen möchte. In den allermeisten Fällen war es die Stadtverwaltung, die ihrem überaus seltsamen Arbeitsmotto „Erst handeln, dann von den Folgen überraschen lassen“ folgte und es damit schaffte, dass man – oder besser WIR – nun regelrecht Blut und Wasser schwitzen, wie unsere wohnliche Zukunft aussieht. Müssen wir zuerst aus unserem jetzigen Haus ausziehen oder ist unser neues Haus zuerst fertig und wir ersparen uns die Obdachlosigkeit?
Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet, oder andere unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird sie in unserem Falle garantiert genau so erledigt. PARKINSON und MURPHY leben und sind wohlauf - in unserem Projekt.
Aber ich soll ja nicht immer so schwarzsehen. Bis zum Jahresende sind es noch ganze 9 Monate (na, gut, ab der 16. Kalenderwoche nur noch 8,5), da kann noch viel passieren…
Im April 2013 waren es noch viel mehr Monate und was geschah? Es ist nicht wenig Zeit, die zur Verfügung stand, sondern es ist viel Zeit, die nicht genutzt wurde.
In diesem Sinne allen einen schönen Mittwoch.
